T

Talisman

Ein Talisman ist kein Mann, der Plural heißt deshalb auch Talismanen und nicht Talismänner. Letzter Ursprung ist das arabische Wort tilasman für “Zauberbild”.
(Quelle: Hartwig Lödige: Ketchup, Jeans und Haribo, Berlin 1998)

Tampon

Ich kann wohl als bekannt voraussetzen, wozu viele Menschen, bevorzugt Frauen, diese Wattezäpfchen in regelmäßigen Abständen benützen. Aber das ist nicht der einzige Einsatz für eine Tamponage. Auch der Bausch aus Watte und Mull, den uns die Zahnärzte in den Mund schieben, um Blut und Speichel aufzufangen, ist eine Tamponage. Aber das ist noch nicht genug zu diesem Thema: Der Begriff Tampon kommt aus dem Französischen und bedeutet “ Zapfen, Propfen oder Stoffknäuel”. Das kommt wiederum von dem germanischen Wort “tappo”, das schlicht “Zapfen” heißt.
Das wohl bekannteste Tampon in Deutschland stammt von der Firma o.b. und wurde 1950 auf den Markt gebracht. Der Name heißt schlicht: ohne Binde.
(Quelle: Hartwig Lödige: Ketchup, Jeans und Haribo, Berlin 1998)

Tank” für Panzer

Der Name “Tank” für Panzer entstand dadurch, dass die Briten im Ersten Weltkrieg ihre Panzer aus Geheimhaltungsgründen in Packkisten nach Frankreich schickten, die die Aufschrift (Wasser-) “Tanks” trugen.
(Quelle: Hartwig Lödige: Ketchup, Jeans und Haribo, München 2002)

Taschenlampe

Ihr fragt zurecht, was eine Taschenlampe auf der Klugscheißer Seite zu suchen hat. Nun ja, es gibt da schon einige interessante Dinge.
1. Der Erfinder war ein russischer Einwanderer, der sich in New York den Namen Conrad Hubert gegeben hat. (er starb übrigens 1928, aber das ist jetzt nicht so wichtig!)
2. Eigentlich hat er sie gar nicht erfunden, sondern hat einem anderen Erfinder das Patent für einen beleuchtenden Blumentopf abgekauft. In der Blumenerde befand sich eine Stabbatterie in einer Röhre und einem Lämpchen am Ende.
3. Nachdem Hubert damit keinen Blumentopf gewinnen konnte, schmiss er diesen einfach weg, verlängerte das Rohr und meldete sein “tragbares elektrisches Licht” zum Patent an. So einfach wird man Millionär.
4. Ach ja, das ganze geschah so um die Jahrhundertwende, (ja die vor dem Millenium!)
(Quelle: BROCKHAUS: da staunt der Fachmann… Leipzig 2000)

Taschentuch

Wer glaubte, das Taschentuch wurde erfunden, um seine Nase kräftig durchzupusten, hätte sich im 15. Jahrhundert, als das “Falzilettlein” in Italien Mode wurde, sauber blamiert. Es diente nämlich urspünglich als Hilfsmittel der vornehmen Gebärdensprache.
(Quelle: Roland Michal: Wie, was, warum? Augsburg 1991)

Tattoo

Was im Deutschen eine Tätowierung genannt wird, heißt im Englischen tattoo und kommt aus der polynesischen Sprache, in der tatau soviel wie “Zeichen (auf der Haut)”.
(Quelle: Hartwig Lödige, Tesa, Tuc und Teddybär, München 2001)

Tchibo

Nebenbei verkauft dieser Konzern auch noch Kaffee und sein Name geht zurück auf eine Abkürzung: Tchiling-Bohne. Der Partner des TCHIBO-Gründers Max Herz hieß Carl Tchilinghiryan.
(Quelle: Hartwig Lödige: Ketchup, Jeans und Haribo, Berlin 1998)

Teddybär

Das wohl bekannteste Spielzeug, das wohl an keinem von uns spurlos vorüberging, hat seinen Namen vom 26. Präsidenten der Vereinigten Staaten Theodore “Teddy” Roosevelt. Er war ein leidenschaftlicher Bärenjäger und deshalb hat ein Diener bei einer Hochzeit im Hause Roosevelts den Esstisch mit braunen und grauen Stoffbären dekoriert. Die Gäste waren begeistert und sie überlegten, um welche Gattung von Bären es sich wohl handelte. Und es kam wie es kommen musste: Ein Freund vom Präsidenten tat den Ausspruch: “Das ist eine bisher unbekannte Gattung: der Teddybär!” Am nächsten Tag waren die Zeitungen voll mit diesem Zitat und das Spielzeug hatte seinen Namen. Das war im Jahre 1904. Erfunden wurde das Spielzeug übrigens schon 1880 von Margarete Steiff.
(Quelle: Fritz C. Müller, Wer steckt dahinter? Düsseldorf 1964)

Tee

Wer trinkt nicht gerne zur kalten Jahreszeit einen Glühwein oder heißen Tee? Wir bilden uns ein, dass diese Getränke uns wärmen. Aber netto wird dadurch unser Körper kälter: Sie öffnen die Hautgefäße, lassen warmes Blut die Haut durchfließen (daher der vermeintlich wärmende Effekt), und der Körper kühlt sich aus. Wer sich lange im Kalten aufhält, sollte solche Heißgetränke also meiden, der Körper ist hinterher kälter als zuvor.
(Quelle: Walter Krämer, Das neue Lexikon der populären Irrtümer, München 2000)

Tempo

Selten hat eine Firma das Glück, dass Markenname und Produktname miteinander verschmelzen, wie es den Tempo-Taschentüchern gelungen ist. Dass die Bezeichnung Tempo vom lateinischen tempus für “Zeit” stammt, bedarf keiner großen Erklärung, schwieriger verhält es sich dagegen mit ihrem Erfinder; der ist leider nicht bekannt. Was man weiß,: Die Vereinigten Papierwerke Nürnberg brachten 1929 eine Novität auf den Markt: das Papiertaschentuch. Seit mehr als 65 Jahren sind Tempo-Taschentücher Marktführer in vielen Ländern der Welt. .
(Quelle: Hartwig Lödige: Ketchup, Jeans und Haribo, München 2002)

Teppich

Wenn jemand von Dir verlangt, du sollst auf dem Teppich bleiben, will er, dass Du sachlich bleibst und keine überhöhten Ansprüche stellst. Teppiche waren nämlich in früheren Jahrhunderten ein fast unbezahlbares Luxusgut und demnach der feinen Gesellschaft vorbehalten. Unsachlichkeit und Erregung waren in diesen Kreisen verpönt.
(Quelle: Das Buch der Redensarten, Moewig-Verlag, 1999)

Tiefkühlerbsen

Tiefkühlerbsen sind um soviel grüner, als frische Erbsen, dass man meinen könnte, sie wären gefärbt. Das stimmt natürlich nicht. Sie sind deshalb farbintensiver, weil durch das sogenannte Blanchieren (Abbrühen) zusammen mit dem anschließenden Luftgefrieren das Chlorophyll erhalten bleibt.
(Quelle: Persönliche Mitteilung der Firma Bofrost, Straelen an Walter Krämer)

Titanic

Zugegeben, dass der Luxusdampfer am 14.IV.1912 (ausgerechnet zur Jungfernfahrt) in der Nähe Neufundlands mit einem Eisberg zusammenstieß und 1503 Menschen in den Tod riss, kann man durchaus als große Schiffskatastrophe bezeichnen. Aber es war bei Weitem nicht die größte: Bei einem alliierten Terrorangriff auf die Wilhelm Gustlosff am 31. Januar 1945, die mit flüchtenden Zivilisten überfüllt war, forderte über 6000 Opfer, größtenteils Frauen und Kinder.
(Quelle: Chronik des 20. Jahrhunderts, Dortmund 1998)

Toaster

Falls es dich nicht interessiert, warum es im Toaster nach der Hälfte der Röstzeit “Klick” macht, lies hier nicht weiter!
Was wir beim “Klick” hören ist der Thermostat, der sich abschaltet. Die Resthitze reicht dann aus, um den Toast fertig zu rösten.
(Quelle: Fritz Arndt. Sachbearbeiter im Kundendienst bei Rowenta, Offenbach)

Toblerone

Die bekannte Stangenschokolade mit Riegeln in Dreiecksform ist eine Erfindung eines Herrn namens Tobler, der aus seinem Namen und dem italienischen torrone für “Mandelkonfekt, Nougat” Toblerone machte.
(Quelle: Hartwig Lödige, Tesa, Tuc und Teddybär, München 2001)

Todsünden

Die Kirche kennt sieben Todsünden. Gut, das ist nichts Neues. Aber wer hat’s erfunden? Der Apostel Paulus war’s. Okay, zur Erinnerung: Geiz, Neid, Stolz, Trägheit, Unkeuschheit, Unmäßigkeit und Zorn. Das ist allerdings nur die Zusammenfassung. Ursprünglich lautete die Lasterliste aus dem Galaterbrief: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Festgelage: “Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erleben.”(Luther)
Mal abgesehen von den ersten fünf … Politiker haben es sicher nicht leicht, an Petrus vorbeizukommen.
(Quelle: Brockhaus. Tageskalenderblatt vom 16. Mai 2005)

Tohuwabohu

Wer noch mit dem ORF gesegnet ist, kann gelegentlich eine Comedy-Sendung gleichen Namens anschauen. Nach Genuss dieser Sendung kann man auch einen Eindruck gewinnen, was der Begriff bedeuten soll: Ein heilloses Durcheinander. Seinen Ursprung verdankt diese Bezeichnung dem hebräischen Wort “Tohú wa vohú” was vermutlich sowas heißt wie “Finsternis und Abgrund”. Sie bezeichnen den Zustand der Erde vor Beginn der Schöpfung. In deutschsprachigen Bibeln wird dies im Allgemeinen mit “wüst und leer” übersetzt.
(Quelle: BROCKHAUS, was so nicht im Lexikon steht, Leipzig 1996)

Tommy

Der eine oder andere Besucher weiß vielleicht, dass die britischen Soldaten Tommy genannt werden, aber warum? Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es bei den britischen Streitkräften ein Taschenbuch mit Musterbeispielen, die erläuterten, wie der Schriftverkehr zwischen Mannschaft und Militärbehörde auszusehen hätte. Als Mustersoldat musste jeweils ein Thomas Atkins herhalten, der ein Gesuch, eine Abrechnung oder ähnliches unterschrieb. So begannen sich die britischen Soldaten mit diesem Thomas Atkins zu identifizieren und haben mit Tommy sich selbst und die Gesamtheit ihrer Kameraden bezeichnet.
(Quelle: Fritz C. Müller, Wer steckt dahinter? Düsseldorf 1964)

Toreros

Ich bin zwar kein Freund von Stierkämpfen kann aber trotzdem zu diesem Thema klugscheißen: Es ist nämlich nicht der Torero, der den Stier tötet, sondern der Matador. Jeder Teilnehmer, der sich bei dieser grausigen Sportart in der Kampfarena aufhält, ist ein Torero. Da gibt es den Picador, der mit seiner Lanze von einem Pferd herab dem Stier in den Nacken sticht, der Banderillero, der dem angeschlagenen Stier die kleinen, mit Wiederhaken versehenen Spieße mit Fähnchen aufsetzt, und schließlich auch der Matador (“matar” = töten), der dem armen Tier am Schluss den Gnadenstoß versetzt. Ein Matador ist also ein Torero, aber nicht jeder Torero ist ein Matador.
(Quelle: Stichwort “Stierkampf” im Bertelsmann Lexikon, Band 9, Gütersloh 1974.

Torpedo

Unterwasserraketen nennen wir Torpedos. Der Ausdruck war im Englischen ursprünglich ein Synonym für den Zitterrochen, ist aber eigentlich ein lateinisches Wort: torpedo für “Lähmung, Stumpfsinn, Zitterrochen”.
(Quelle: Hartwig Lödige, Tesa, Tuc und Teddybär, München 2001)

Totenkopfflagge

piratenflaggeDie bekannte Piratenflagge mit dem Totenkopf gibt es nur im Kino; kein Pirat wäre so dumm gewesen, seine Absichten der Umwelt derart deutlich mitzuteilen. Die meisten Piraten, die in den ersten Jahrhunderten der transatlantischen Seefahrt die Meere verunsicherten, waren reiche Privatleute mit einem von einem europäischen König ausgestellten Kaperbrief; damit durften sie in Kriegszeiten ganz legal die jeweils feindlichen Seefahrer plündern. Diese Freibeuter der Meere führten in der Regel die Flagge des Ausstellers der Kaperbriefe. Übrigens: Einer der eifrigsten Aussteller dieser Briefe war Österreich. Der schwarze Habsburger Doppeladler auf der Flagge konnte von weitem mit einem Totenkopf verwechselt werden.
(Quelle: Frank T. Zumbach: William Kidd, Mindelheim 1988)

Totes Meer

Zuerst muss ich hier vielleicht viele enttäuschen: Ich weiß auch nicht, wer das Tote Meer umgebracht hat. Aber ich weiß, dass es ein Gewässer gibt, dass 4 Prozentpunkte mehr Salzgehalt hat: Der Assal-See in der afrikanischen Republik Djibouti. Sein Salzgehalt beträgt 34,8 % und ist rund zehnmal höher als der der
Ozeane. Der Assal-See bedeckt 54 km2 und liegt 174 Meter unter dem Meeresspiegel. Seinen hohen Salzgehalt erzielt er vor allem durch die hohe Verdunstung, der das Ozeanwasser bis zum Erreichen des Sees ausgesetzt ist. Obwohl schon vor mehr als 100 Jahren von Europäern entdeckt, ist dieses einmalige Naturwunder auch heute noch fast unbekannt.
(Quelle: E. Heyn: Die Rekorde der Erde, München1981)

Totes Meer II

Zugegeben: Es tummeln sich nicht gerade haufenweise Fische darin, aber biologisch tot ist dieses Meer dennoch nicht. Es beherbergt verschiedene Mikroorganismen, die sich u. a. von Zellulose ernähren, sowie Salzwasserkrabben und eine bestimmte Art von Fliegen, deren Eier als Futter für Tropenfische dienen. auch Pflanzen, die sogenannten Halophyten, die in salziger oder alkalischer Umgebung gedeihen.
Am Rande bemerkt: Der Name “Totes Meer” kommt in der Bibel nirgends vor; sein Schöpfer ist vermutlich der Heilige Hieronymus (um 347 bis 420).
(Quelle: Stichwort “Death sea” in Encyclopaedia Britannica, Chicago 1985)

Tränen

Warum Tränen wichtig sind und wie sie entstehen könnt Ihr in jedem Lexikon nachlesen. Ich möchte Euch erzählen, warum Männer weniger häufig weinen, als das sensible Geschlecht: Der Grund ist ganz offensichtlich und hat nichts mit Heldenhaftigkeit zu tun: Männer haben einfach weniger Tränenflüssigkeit zur Verfügung. Diese werden nämlich von einem bestimmten Hormon produziert, das bei Frauen häufiger vorkommt als bei Männern. Außerdem verarbeitet ein männliches Gehirn Trauriges anders, als ein weibliches Gehirn es tut. Übrigens sind Ärzte der Meinung, dass Weinen sogar gesund ist, da es Verspannungen löst.
(Quelle: medizini: Ausgabe 3/1998)

Trampeltier

Schwerfällige Menschen, die mit plumpen Schritten daherkommen, werden oft als Trampel oder Trampeltier bezeichnet. Damit tun wir den echten Trampeltieren (das sind nämlich unsere Freunde, die Kamele) aber Unrecht, da sie eine eher grazile Gangart pflegen.
Das “Trampel” in ihrem Namen ist aus Dromedar entstanden, dem einstigen Namen für Kamele überhaupt. Noch im 16. Jahrhundert hießen in Deutschland alle Kamele Trampeltier. Heute sind mit “Dromedar” allein die einhöckrigen Kamele gemeint, und die zweihöckrigen heißen weiter Trampeltier.
(Quelle: Walter Krämer: Lexikon der populären Sprachirrtümer. München 2003)

Trauerkleidung

Das Schwarz der Trauerkleidung steht nicht für Trauer. Der Brauch, bei Trauerfeiern Schwarz zu tragen, hat seinen Ursprung weniger darin, dass wir um die Toten trauern, sondern darin, dass wir uns vor ihnen fürchten. Getarnt durch schwarze Kleidung glaubte man, vom Geist des Toten nicht erkannt zu werden, der einen vielleicht verfolgen könnte. Mit anderen Worten, das Motiv für schwarze Kleider war weniger die Trauer um den fremden Tod als die Furcht vor dem eigenen.
(Quelle: Walter Krämer: Lexikon der populären Irrtümer, München 1998)

Trauerkleidung II

Wenn wir in unseren Landen auf eine Beerdigung gehen, sind wir meistens schwarz gekleidet. Warum, kannst du im Archiv nachlesen. Diese schwarze Farbe ist aber nicht international üblich. Z. B. in China kleiden sich die Menschen zur Trauer meist weiß oder rotviolett. Die Ägypter halten sich gelb, die Perser braun und die Zigeuner rot.
(Quelle: Walter Krämer: Lexikon der populären Irrtümer, München 1998)

Trauung

Jeder hat es irgendwie im Hinterkopf: Kapitäne dürfen auf hoher See Trauungen durchführen. Aber das stimmt gar nicht, denn sogar Kapitäne sind den Gesetzen des Landes unterworfen, unter deren Flagge sie fahren. In allen zivilisierten (was für ein Ausdruck!) Staaten dürfen heiratswillige Paare nur durch einen eigens dafür eingesetzten Staatsvertreter in den Stand der Ehe geführt werden.
In Deutschland steht im § 11 des Gesetzes über Eheschließung, dass eine Ehe nur zu Stande kommt, wenn die Eheschließung vor einem Standesbeamten stattgefunden hat. Wenn natürlich ein Kapitän gleichzeitig Standesbeamter ist, lässt sich da schon was machen.
(Quelle: Christoph Drösser: Stimmt’s? Kapitäne dürfen auf hoher See Trauungen durchführen, Die Zeit, 5.9.1997)

Tschüs

Viele Menschen, die südlich des Weißwurstäquators leben behaupten gerne, bei tschüs handelt es sich um einen urnorddeutschen (also preißischen) Gruß und lehnen ihn grundsätzlich ab. Aber diese Leute irren. Tschüs kommt zwar vom niederländischen “adjus”, aber das ist nichts anderes als das spanische “adios” und das französische “adieu”, das hat etwas mit dem lieben Gotte zu tun, “ad deum” heißt nämlich auf lateinisch so viel wie “Gott zum Gruße” oder auf bayerisch halt: “Grüß Gott”. Also, tschüs dann.
(Quelle: Walter Krämer: Lexikon der populären Sprachirrtümer. München 2003)

Tulpen

Tulpen gehören zu Holland wie Käse, Holzschuhe und Windmühlen. Darüber wird oft vergessen, dass diese Blumen nicht holländischen, sondern türkischen Ursprungs sind. Der Name kommt von “Tuliband”, türkisch für Turban, weil die Blüte an einen Turban erinnert. Erst im 16. Jahrhundert haben die Tulpen den Weg vom Bosporus an die Nordsee gefunden, wo sie dann sehr schnell sehr populär geworden sind und seither als geistiges Eigentum der Niederländer gelten.
(Quelle: Robert S. Lemmon und Charles L. Sherman: Flowers of the world. New York 1958)

Tupperware

Das praktische Plastikgeschirr, das es in keinem Geschäft zu kaufen gibt, hat seinen Namen von seinem Erfinder: Earl Tupper. Lange vor 1942, als Poläthylen auf den Markt kam, hatte der Chemiker die Idee, beliebige Gegenstände des täglichen Gebrauchs aus Kunststoff herzustellen. Anno 1945 erschien sein erstes Produkt, ein Zahnputzbecher, es folgten diverse Schüsseln. Bis 1951 war aus der Idee bereits ein Riesengeschäft geworden, und seither werden die Tupper-Produkte in der bekannten Weise unter die Leute gebracht – auf privaten Verkaufsveranstaltungen. 1958 hatte Earl Tupper ausgesorgt, verkaufte seine Firma und verbrachte seinen Lebensabend auf Costa Rica.
(Quelle: Hartwig Lödige: Ketchup, Jeans und Haribo, München 2002)